Reitkunst

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Das spanische Pferd - Pura Raza Espanola


Das Pferd reiner Spanischer Rasse ist der Prototyp des barocken Reitpferdes schlechthin: der harmonische quadratische Körperbau mit bogenförmiger Oberlinie und der breit angesetzte muskulöse Hals macht die Pferde kraftvoll und athletisch und läßt sie größer wirken als sie sind. Das Pferd reiner Spanischer Rasse ist sehr anpassungsfähig. Vom Arbeitspferd zum Luxustier, als Reit- oder Fahrpferd ist es vielfältig einsetzbar, auch für die Feria, die Show, Zirkuslektionen oder im Stierkampf beweist es seinen Mut, seine Kooperationsbereitschaft und seine Furchtlosigkeit.


Die größte Stärke ist jedoch in der Dressur und in der Hohen Schule zu suchen. Sein Körperbau ermöglicht ihm ein hervorragendes Gleichgewicht, die natürliche hohe Aufrichtung und Versammlungsfähigkeit sowie die erhabenen Bewegungen prädestinieren das P.R.E. vor allem für die Lektionen der Alta Escuela.


Aber auch für den Freizeitbereich und gemütliche Ausritte ist das Spanische Pferd perfekt geeignet. Die Pferde sind trittsicher mit harten Hufen, unerschrocken und gelassen. Die moderneren Züchtungen sind ebenso für Dressurturniere bestens geeignet. Bewegungen und Raumgriff stehen anderen Sportpferderassen um nichts nach. Sie sind außerordentlich rittig und auch die höheren Lektionen fallen ihnen leicht.


Das Spanische Pferd wurde jahrhunderte lang nach seinem Charakter selektiert und ist dementsprechend sehr freundlich und umgänglich. Die Pferde sind sehr intelligent und lernbereit. Das bedeutet aber auch, daß man diese Pferde unbedingt beschäftigen sollte, da sehr schnell Langeweile aufkommt.


In der Zucht darf keine fremde Rasse zur Blutauffrischung eingekreuzt werden, um die Reinerhaltung der Rasse zu garantieren. Beim Spanischen Pferd kommt am häufigsten die Schimmelfarbe vor. Die Haut sollte allerdings immer pigmentiert sein. Eine rosa durchschimmernde Haut ist eine Degenerationserscheinung. Die Schimmelfarbe vererbt sich dominant. Braune und Rappen kommen daher seltener vor und sind manchmal bei gleicher Qualität teurer. Auch Füchse kommen hin und wieder vor. In Spanien ist diese Farbe allerdings nicht sonderlich beliebt.


Die Pferde mit vollem spanischem Papier werden als P.R.E. (Pura Raza Española) bezeichnet. Andalusier ist eigentlich nur eine Bezeichnung der Gegend, aus der das Pferd stammt. Cartujano - der Kartäuser - ist eine bestimmte Blutlinie des Pferdes Reiner Spanischer Rasse. Das Iberische Pferd bezeichnet wiederum alle Pferde der Iberischen Halbinsel und den umgebenden Inseln - also auch Pferde aus Portugal, Menorca und Mallorca.


Bisher waren die Vertreter der Rasse etwa 160 cm groß, die moderneren Züchtungen haben bis zu 170 cm Stockmaß. Jede Rasse entwickelt sich durch die Zucht weiter, und so sieht auch das P.R.E. jetzt anders aus als noch vor 15 oder 20 Jahren. Gangfehler wie das Campaneo konnten weitgehend ausgemerzt werden. Heute findet man auch schon Pferde, die dem modernen Sportpferdetyp sehr ähnlich sind. Weitgehend geblieben ist aber das besondere Temperament des Spaniers: besonnen und widerstandsfähig, ergeben und energisch, edel und fügsam.


Quelle: Das Spanische Pferd, BLV